Karl der Karpfen
Ein Gedicht, ein Gedicht.
Nach der Nordmanntanne mal wieder ein weihnachtliches Gedicht. Gedicht... Naja, aber es reimt sich.
Karl der Karpfen
Immer wieder diese Frage,
was soll man essen, dieser Tage?
Was man sich am Heiligen Fest,
wohl am besten schmecken lässt?
Oma denkt, was soll ich mich plagen,
ich werd einfach die Verwandtschaft fragen,
was sie unterm Christbaum speisen möcht´.
Das ist ja schließlich auch ihr Recht.
Hannes meint: "Kannst Du´s nicht raten?
Ich steh´ ungemein auf Schweinebraten!"
Die Cousine aus München ruft:"Seid´s ihr narrisch!?
Fettes Fleich, igitt.... Ich will´s vegetarisch!"
Doch da ist Otto ganz empört,
und brüllt, als wär der Vorschlag gar nichts wert:
"Vegetarisch... Selten so gelacht!
Ich hätt´ da eher an Pute gedacht..."
Fritz degegen: "Pasta will ich,
die ist lecker, macht satt und ist außerdem billig!"
Oma fragt weiter: die Tante, den Onkel, die Schwester, die Nichte,
und so hat sie bald Vorschläge für ein Dutzend Gerichte.
Der Opa kann´s nicht mehr ertragen,
schließlich platzt ihm dann der Kragen.
Er brüllt: "Bleibt weg mit Braten, Pute, Pasta!
Es gibt Karpfen, so wie immer! Basta!"
Und so ist es immer der gleiche Beschiss,
Oma fragt alle, aber Opa sagt, wie´s is.
Nur Karl der Karpfen wurde nich gefragt.
Er wurde einfach durchgegart.

2 Kommentare:
Schöne Anspielung auf "Karl den Käfer"! Gruss von der Ex-Öko-Bewegung! ;) Ralf
Ja, das waren noch Zeiten. Da konnten sich noch echte Kerle mit Schnauzer und Fokuhila "Gänsehaut" nennen, ein Lied über "Karl den Käfer singen" und es ernst meinen...
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