Vokuhila
Bevor das nächste Wochenende endgültig kommt, noch kurz das letzte Wochenende zusammengefasst:
Rheiderländer und Tschechinnen scheinen eine besondere Affinität zueinander zu haben, auf jeden Fall war ich am Samstag zu einer Trauung zwischen ebensolchen geladen. Die fand in Weener im Organeum statt. Ich war übrigens als Bekannter der Braut dort, die ich aus Hamburg kenne. Die Gäste des Bräutigams bestanden fast ausschließlich aus Arbeitskollegen einer nahegelegenen Werft für Luxusliner.
Nach der Trauung durch die etwas dröge Standesbeamtin gabs erstmal ein paar Kurze aufm Parkplatz. (Der Besuch aus Hamburg fragte vorsichtig, ob man nicht erstmal mit nem Sekt anfangen solle, wurde aber irgnoriert...)
Als nächstes gings mit dem Warsteiner Admiral über Leda und Ems und wieder zurück. Auch für mich das erste mal, und wie ich fand, ziemlich witzlos. Zu gucken gibts nun wahrlich nicht viel und jeweils 30 minuten in Leer in der Schleuse zu hängen is auch nicht sonderlich spannend. Na egal, Kaffee, Kuchen und Bier gabs. Und da die Werftjungs an den Geldbeutel des Brautpaares dachten, gabs hinter vorgehaltener Hand die selbstmitgebrachten Kurzen...
Die gabs auch wieder aufm Parkplatz der Waage und aufm Parkplatz vom Ostfriesenhof. So war ich dann auch schon ziemlich blau, bevor es überhaupt mal was Ordentliches zu essen gab. Die Ostfriesen-Clique war da ja etwas stur. So richtig reden wollten die mit mir und den Hamburger Gästen nich, aber wehe man hat nich mitgetrunken...
Dann gabs essen und danach gings richtig los mit Fanta-Korn, Cola-Korn, Cola-Weinbrand, Cola-Kruiden..... Ich hielt mich da ziemlich zurück und blieb zunächst beim Pils. Ich wünschte mir nur die ganze Zeit ne Videokamera, um die pornobebalkten, Vokuhila-Werftarbeiter beim Saufen zu filmen. Das wäre eine Grimme-Preis verdächtige Reality-Soap geworden, inklusive Abtransport des Bräutigam-Vaters ins Krankenhaus mit Verdacht auf Herzinfarkt.
Den hatte er wohl nicht, aber trotzdem war die Party vorbei, bevor ich von Bier auf die harten Sachen umsteigen konnte. Das war so um 21.30 Uhr... Die Werftclique hat die Fete dann quasi aufgelöst, und ich saß dann noch ein Weilchen mit den Hamburgern/Tschechen da, die ja nun auch nicht gewusst hätten, was die um 9 aufm Hotelzimmer im Ostfriesen-Hof hätten machen sollen...
Aber ich war nur froh, dass meine Freundin nicht konnte und meine Ersatzdamen, die ich für die Hochzeit als Begleitung vorgesehen hatte, ebenfalls nicht. Da hätte ich mir was anhören können...

1 Kommentare:
Ich war auch schon auf zwei Rheiderländer Hochzeiten. Auf der einen gab es zuviel Kruiden, auf der anderen hatten wir die vier Flaschen irgendwann auf und mussten mit Tequila weitermachen. Aber Cola-Kruiden, das war uns dann doch zu hart. Werde mal meine Tschechischlehrerin fragen, was die dazu meint.
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