tuten-und-blasen.de

Ohne Blasen kein Tuten.

Donnerstag, Mai 25, 2006

Friesen in der großen Stadt

Es ist Vater- (oder wie man im Osten sagt Herrentag), und eigentlich sollte man wohl schon die Vorbereitungen für den Grillspaß inklusive standesgemäßen Besäufnis im Stadtpark treffen. Aber es schüttet ohne Ende. Also endlich mal Zeit die werte Leserschaft mit vergangenen Belanglosigkeiten zu langweilen.
Letzten Sonntag waren meine Eltern in HH. Da sie mich nie freiwillig besuchen kommen, hatte ich ihnen zu Weihnachten Karten fürs Tennisfinale am Rothenbaum geschenkt. Und weil der Vater und der Bruder der Freundin zufällig auch eine Karte bekommen hatten war es denn auch sogleich die erste Familienzusammenführung. Meine erste überhaupt. Soweit war es bis jetzt noch nie gekommen...
Das Tennisfinale wurde von Robredo und Stepanek bestritten. Von denen hatte ich vorher noch nie gehört. Aber wer will auch immer nur sehen wie der Federer seine Gegner in 3 Sätzen in den Boden stampft? Letztendlich hat der Robredo seinen Gegner in 3 Sätzen in den Boden gestampft, das Spiel war gegen 15 Uhr fertig und der Tisch im Restaurant erst um 19 Uhr bestellt. Also auf ein Bier noch einen Umweg über den für 16 Millionen Euro renovierten Jungfernstieg, der an dem Tag mit großem Trara wieder eingeweiht wurde. (Und in ca. 16 Monaten für die neue U-Bahn in die Hafencity zum Großteil wieder aufgerissen wird...)
Mit unserem ersten Bier in der Hand beobachteten wir die Artistennummer von Johann Traber jun.. Der saß auf einer Eisenstange, die Senkrecht auf einem schmalen Trägergerüst befestigt war und sich in ca. 50m Höhe befand. Der begann er dann zu wippen. Und noch während der Cousin über Mikrofon erklärte, dass er da oben von 2 bis zu 6m wippen könne, machte es knack und die Eisenstange brach ab. Der Bursche hatte ein Sicherungsseil und auch die Eisenstange war mit einem Seil gesichert. So fiel Johann junior nicht die ganze Strecke runter, sondern nur 20m und prallte dann gegen das Gerüst. Er hing da eine ganze Weile leblos rum bis Artistengenossen und Feuerwehr ihn dann letztendlich runterbekamen. Die Party war dann ziemlich schnell vorbei und so richtig gut geht es ihm wohl immer noch nicht.
Danach also zum Fischessen am Alten Fischmarkt. Hier taute mein Vater richtig auf, holte seine ollen Kamellen raus und überschritt erstaunlich selten den schmalen Grad ins extrem Peinliche. Oder es fällt mir einfach nich mehr so sehr auf...
Dann gabs noch einen Absacker in der Towerbar und endlich waren die Alten müde.
Also alles in allem sehr nett und die Familienkompatibilität scheint auch einigermaßen gegeben zu sein. Obwohl, es waren ja nur meine Eltern. Ich hab da ja noch ein paar Leichen im Keller... ;)

Montag, Mai 15, 2006

Alte Eltern

Ich war am Wochenende in der Heimat um den 40. Hochzeitstag der Eltern zu zelebrieren. Und dabei hab ich gemerkt, dass meine Eltern doch etwas älter geworden sind. Früher waren solche Veranstaltungen einfach zwangloser. Sonst wurden die ankommenden Gäste kurz begrüsst, dann wurde ihnen gezeigt wo das Bierfass und die sonstigen alkoholischen Getränke und die Gläser stehen und der Grill wurde angeschmissen. Fertig.
Diesmal war das alles etwas gediegener. Sektempfang mit kurzem Smalltalk an Stehstischen, dann Essen in der Dorfgaststätte, dann wieder zu Hause Kaffee und Kuchen auf dem guten Geschirr. Und so richtig besoffen hat sich auch keiner.
Und die Männer sind zum Pinkeln sogar aufs Klo gegangen. Insgesamt glichen die Kerls aus der Nachbarschaft mit ihren Gebrechen eh eher einer Truppe auf dem Weg zum Veteranentreffen. Naja, 40 Jahre Ehe oder mehr können ja auch nicht spurlos an einem vorübergehen...

Mittwoch, Mai 03, 2006

Zwischenbericht

Ich lebe noch. Aber das is auch schon alles.