tuten-und-blasen.de

Ohne Blasen kein Tuten.

Montag, Oktober 31, 2005

Süßes oder Saures?

Als ich noch ein kleiner Bengel war, war es üblich am 10. November (der Geburtstag von Martin Luther) mit einer Laterne bewaffnet durch die Straßen zu ziehen, sämtlicher Nachbarschaft ein Liedchen vorzuträllern und dafür dann je nach Ehrgeiz und Ausdauer massig Süßigkeiten, Nüsse und Obst abzustauben. Irgendwann kannte man seine Pappenheimer und machte in den folgenden Jahren um die Obst- und Nusshäuser einen großen Bogen.

Wenn man älter wurde, war es dann nicht mehr so cool mit der Laterne rumzuziehen und man lief mit Masken verkleidet durch die Straßen. Dies war wiederum die beste Möglichkeit schon in jungen Jahren ganz anonym seine Erfahrungen mit Alkohol zu machen, auch wenn der Kurze durch den Strohhalm etwas komisch schmeckt.

Als ich klein war und sich "Martini" näherte (ab Rhauderfehn wars dann der Martinstag und ´nen tag später), kaufte meine Mutter nicht selten für 50 oder mehr Kinder Süßigkeiten ein und manchmal reichte auch das nur knapp. In den letzten Jahren war es viel, wenn 10 Kinder da waren. Wenn überhaupt.
Und nun klingelt es gerade bei mir an der Tür und ein Haufen verkleideter Göhren wollen Süßigkeiten von mir. Halloween. Bitte? Wer bringt den Kindern so einen Scheiß bei!? Wo sind wir denn hier!?
Mein Nachbar guckte ebenso verdutzt, konnte aber wohl noch ein paar Hustinetten o. ähnliches auftreiben. Als die Kinder davon abgelenkt waren, hab ich mich wieder verkrümelt.

Martini stirbt aus und Halloween kommt?
Den Kindern kann man ja irgendwie keinen Vorwurf machen, denn seit Tagen wird wieder in diversen Serienspecials von den Simpsons, Heffernans und Spongebobs Halloween zelebriert und um die Kinder auf den Punkt genau fit zu machen. Und die Eltern spielen das Spiel mit und gehen mit ihren Kindern hausieren und implizieren den armen Göhren, dass es sich so gehört. Dass es vor 5 Jahren auch in Hamburg kein Mensch gemacht hat und somit die Kinder auch heute nur in Ausnahmefällen über ein paar Hustinetten und ein Schulterzucken hinauskommen is egal, wir machens nächstes jahr wieder, irgendwann wird sich das schon etablieren.

Nach McDonalds, Coca Cola und Studiengebühren nun also auch Halloween. Was kommt als nächstes? Muss ich in 20 Jahren meinem hypothetischen Sohn Geld geben, damit er für seine Begleiterin zum Abschlussball ne Stretchlimmo mieten kann?
Man merkt, ich halte nix davon ur-amerikanischen Traditionen zu übernehmen. Muss auch wirklich nicht sein. Gern hätte ich der Mutter von vorhin gesagt, dass sie ihre Kinder gerne nochmal am 10. (oder zur Not am 11.) November vorbeischicken könne, dann hätte ich auch was da. Aber der Kampf is doch eh schon verloren.

Hätte ja nie gedacht, dass ich mal Walter Ulbricht zitiere, aber: "Ist es denn wirklich so, dass wir jeden Dreck, der vom Westen kommt, kopieren müssen?"
Der Osten hat den Westen nicht kopiert, er ist der Westen geworden. Denkt mal drüber nach...

Freitag, Oktober 28, 2005

Alice und ich

So, hier nun der erste Eintrag in der Post-Telekom-Ära. Gestern wurde nämlich umgestellt. Hatte ja einen netten Brief von Hansenet bekommen, dass das am 27. über die Bühne gehen soll und meine Anwesenheit zu Hause dabei nicht erforderlich wäre.
Trotzdem klingelte es gestern an der Tür. Ein Mann von der Telekom. Er käme wegen der Umstellung. Ich hielt ihm den Brief unter die Nase. Der Brief wär ja von Alice und nicht von der Telekom, meinte er und hatte schon meinen Splitter und nen Schraubenzieher in der Hand. Ich maulte noch ein bißchen rum, dass die Telekom ja auch ruhig hätte mal was sagen können, dass da jemand kommt. Aber für nen Exkunden gabs dann nur noch ein Schulterzucken.
Letztendlich wäre es wohl auch ohne den Telekom-Menschen gegangen, denn er nicht wirklich was gemacht.
Nun denn, endlich frei.

Montag, Oktober 24, 2005

Living next door to Alice

Hab vor knapp 2 Wochen meinen Wechsel von der Telekom zu Hansenet-Alice beschlossen und beantragt. Die Leute von Hansenet meinten, dass könne so bis Mitte November dauern. Sie müssten schließlich die letzten Meter bis zur Haustür von der Telekom mieten und die wären halt etwas lahm.
Das leuchtete mir sofort ein. Nun bekam ich aber schon Freitag die SMS, dass es bald los geht und heute hatte ich die Hardware in der Post. Nach meiner Hass-Liebe zur Telekom ist dies hoffentlich der Beginn einer wundervollen Freundschaft...

Samstag, Oktober 22, 2005

Extrem Blasen

Dieses "extreme-tracking"-Ding (siehe das Logo unten rechts...) is ne witzige Sache. Da kann man z.B. feststellen, dass ich einen relativ treuen Leser in Indonesien hab. Oder, dass die beiden Menschen, die mich bis jetzt über Google gefunden haben, doch tatsächlich "Blasen" als Suchbegriff hatten. Oh Wunder...

Ganz nebenbei kränkel ich mal wieder gewaltig. Und zwischendurch hab ich so fiese Ohrenschmerzen. Meine Mutter hat mir dann früher eine Scheibe Schwarzbrot auf der Herdplatte warm gemacht, in ein Handtuch gewickelt und mir dann aufs Ohr gelegt. Überlege das auch zu tun, aber noch is der Leidensdruck nicht groß genug.

Donnerstag, Oktober 13, 2005

SV Frisia Deutschland

Deutschland gegen China. Ein lahmes Fussballspiel. Es war auch nicht besser, wenn man es live vor Ort gesehen hat. Da hätte man auch den SV Frisia Brinkum gegen die Chinesen aufstellen können. Die hätten zwar auch nicht besser gespielt, aber lustiger wärs gewesen.

Montag, Oktober 10, 2005

Wette

Mir wurde Donnerstag eine Wette aufgedrängt. Der Wettpartner behauptete, heute würde Schröder als alter und neuer Kanzler bekanntgegeben. Und jetzt hab ich ein paar Bier gewonnen.


Die brauch ich nun auch...

Elbsandstrand


Die Deike war Samstag in Hamburg. Hamburg ist zwar ´ne schöne Stadt, aber irgendwie weiß ich trotzdem nie, wo ich Besuch hinführen soll. Deike war aber genügsam und ich punktete mit ´ner kleinen Bootsfahrt zum Elbstrand. Bier bei der Strandperle gabs aber leider nicht mehr. Machte aber nix, denn im Kiosk vom Altenheim wars eh billiger.

Mittwoch, Oktober 05, 2005

Helmut

Mir ist gestern in Eppendorf der Helmut Karasek über den Weg gelaufen. In echt sieht der einem Hamster noch viel ähnlicher als im Fernsehen.

Dienstag, Oktober 04, 2005

November

Heute ging also die Uni wieder los. Es hat mich nun in die Psychiatrie verschlagen. Halten wir schonmal fest: am ersten Tag habe ich nix gelernt. Außer, dass die Intelligenz vom Geschlecht der Eltern abhängt.
Die, wie ich fand, erstaunlichste These der ersten Vorlesung.

Psychiatrie ist sicherlich sehr interessant, aber ich fürchte die "Darreichungsform" (wie Christian es formulierte) wird auch diesmal wieder den letzten Funken Spannung aus dem Thema extrahieren und die ganze Veranstaltung wirkt als Katalysator für meine eh unausweichlichen Novemberdepressionen.
Siehste, geht schon los...