tuten-und-blasen.de

Ohne Blasen kein Tuten.

Montag, Juni 27, 2005

Rosa

Bongos und Rasenmäher.

Ruhe

Es ist plötzlich so ruhig hier. Ich fahr dann jetzt mal einkaufen.

Löcher, noch und nöcher

Ich hab meinen Nachbarn vergessen. Die Bauarbeiter essen anscheinend gerade ihr Pausenbrot und die Bongos stehen auch in der Ecke.
Dafür hat jetzt mein Nachbar seine Bohrmaschine rausgeholt. Ein paar Monate wohnen die schon da. Und fast jeden Tag bohrt der 2 bis 4 Löcher. Nur heute is er ein bißchen früh dran. Sonst wartet er nämlich bis zur gesetzlichen Mittagsruhe damit.

Bingo Bongo

Die Baustelle nebenan macht einen Höllenlärm. Das macht sie nun schon fast ein Jahr lang und mit gerade dann mit besonderer Penetranz, wenn ich lernen muss. Außerdem staubt das gewaltig und Fenster öffnen geht auch nicht. Bei dem Wetter...
Und wenn nebenan nich gepresslufthammert wird, geht meine Obermieterin ihrem Hobby nach. Nein, nicht das... Neuerdings übt sie sich wohl im Bongotrommel trommeln.
Micheal Douglas hat in "Ein Mann sieht rot" nur einen Verkehrsstau für den Amoklauf gebraucht...

Sonntag, Juni 26, 2005

Das Glück dieser Erde...

Als Student muss man eigentlich lernen und hat zu wenig Kohle. Gestern haben die Freundin und ich nicht gelernt, sondern unsere spärliche Kohle beim Derby in Wetten investiert. Die gerngenommene Taktik einfach auf das Pferd mit dem blödesten Namen zu setzen, fiel der Tatsache zum Opfer, dass "Tussy Deluxe" schon gelaufen war, "Last Action Hero" kurz vor Start zurückgezogen hatte und die anderen Pferde alle gleich doof klangen.
Trotzdem sind noch irgendwie 5,20 Euro Nettogewinn bei rumgekommen.
Es wäre weniger gewesen, wenn wir den ersten Wettschein wirklich so ausgefüllt hätten, wie eigentlich vorgesehen. Aber anstelle Sieg doch Platz angekreuzt und dadurch dann doch noch 1,20 Euro gewonnen.
Und es wäre mehr gewesen, wenn die Freundin nicht im letzten Rennen in typisch weibliche Verhaltensweisen verfallen wäre: "Ich setz nen Euro auf die Nummer 1. Das Pferd guckt so niedlich!" So was Unseriöses von einer ausgebildeten Pferdewirtin.
Nummer 1 kam mit 15 Längen Abstand ins Ziel. 15 Längen Abstand zum Vorletzten wohlgemerkt...

Freitag, Juni 24, 2005

Japan B

Ich lern grad Mikrobiologie. Und in meinem Lehrbuch kam mir gerade der Erreger für die Japan-B-Enzephalitis unter die Finger. So ein kleiner fieser Virus. Und weil der so fies sein soll, hab ich mich vor 7 Jahren vor meiner Südostasien-Tour dagegen impfen lassen. Schweineteuer war das. Und was muss ich nun lesen? Es gibt keinen Impfstoff, der in Deutschland zugelassen wäre.
Kann mich nicht erinnern, darüber informiert worden zu sein...

Donnerstag, Juni 23, 2005

Beliebt

Ich las gerade bei Spiegel online, dass die Deutschen sich laut einer Studie im Ausland doch recht großer Beliebtheit erfreuen. Nur in Jordanien mag man uns nicht so. Und in Pakistan auch nich.
Und da fällt mir ein Gespräch ein, dass ich mal mit einem Pakistani auf ´nem Flughafen geführt hab...

"So, what is favourite sport in Germany?"
"Football."
"In Pakistan we like to play Cricket. You know Cricket?"
"Yes. The german national team is not bad."
"Yes, thats right, but it´s strange."
"Why?"
"Well, they like Cricket in England! And Hitler didn´t like the English!?"
"And Hitler is dead more than 50 years..."
Er lächelte etwas mitleidig und versuchte das Thema zu wechseln:
"You speak English really good. Where did you learn?"
"In school."
"Really? You learn English in school? But Hitler didn´t like the English!"

Naja, wer mag schon Englänger?

Montag, Juni 20, 2005

Wochenende. Kurz und knapp.

Am Freitag fand ich ein Schlüsselbund am S-Bahnhof. Da war ein kleines Täschen dran, und in dem fand ich ein Zettel mit ´ner Handynummer.
Freundlich wie ich bin, nahm ich den Schlüssel an mich und rief die Nummer an. Die Frau, die ich an die Strippe bekam, vermisste aber keinen Schlüssel und konnte sich auch gar nich vorstellen, wer ihre Nummer mit sich führte. Einen entscheidenen Schritt weiter kamen wir dann endlich, als wir feststellten, dass ich in Hamburg und sie in Bremerhaven war. Somit war die Besitzerin dann doch schnell eingekreist.

Die meldete sich auch noch am Abend bei mir, als ich mich auf der Medizinerparty befand. Da wollte ich eigentlich mit dem Auto hinfahren, weil ich am Samstag arbeiten musste, und ich es nich so doll treiben wollte. Mein PKW sprang aber nicht an. Dazu passte, dass das Radio zwar eingeschaltet war, aber keinen Ton von sich gab.
Also dann doch mit dem ÖPN zur Party.

Dort verabredete ich mich telefonisch mit der Schlüsselfrau für Samstag um 10 zur Übergabe. Die Party war sehr nett und da ohne Auto auch feucht-fröhlich. Bei mir hielt sich das "feucht" noch einigermaßen in Grenzen, aber einige Zeitgenossen waren da um einiges weiter. So möchte ich z.B. nicht noch einmal erleben, dass O.J. aus H. plötzlich hinter mir steht und mir, während ich uriniere..., auf die Schulter klopft und dies lautstark mit "Schön machst du das!" und anderen Lobesbekundungen untermalt...
Um 4.30 Uhr fand ich in mein Bett.

Wer am nächsten morgen um 10 erstmal an der Tür klingelte waren die Zeugen Jehovas. Die vermissten keine Schlüssel, sondern gierten natürlich nur nach einem neuen Schäfchen. Danke, nein.
Um 11 kam dann die Trullse und holte ihren Schlüssel ab. Meine Spekulationen auf einen kleinen Finderlohn (es waren dutzende Schlüssel von Fahrrad- bis Sicherheitsschloss...) wurden beim Anblick der Frau sofort im Keim erstickt. Das Batik-T-Shirt, das selbstgestrickte Wolljäckchen, der Kommunen-Jargon, ihr komischer langhaariger Freund und der Geruch (könnte einfach alter Schweiß gewesen sein, oder aber auch so komische Bio-Seife... Die Unterscheidung is da nich so ganz einfach... Vorurteilsfrei wie ich ja nunmal bin, tippe ich auf die Seife...) änderten meine Erwartungen richtigerweise in Richtung null.

Also dann Spätdienst auf der Unfallchirurgie. Verbrachte einen ruhigen Dienst mit nem netten Kollegen. Es war nicht so viel zu tun, aber pünktlich zum Anstoß Deutschland-Tunesien bekam eine Patientin das kotzen. Im wahrsten Sinne und schon vor dem Spiel...
Die Abschluss-Runde während eines Fussbalspiels zu machen ist auch immer gut, denn dann wollen die Männer sowieso nix von einem.

Zum Frühdienst am Sonntag kam ich auch erstaunlich gut hoch und der ging auch erstaunlich schnell vorbei. Anschließend gabs noch ein Eis und ein paar Bierchen mit einer alten Kollegin auf dem Bergedorfer Rosenfest.

Fortgesetzt wurde das beim Griechen mit nem weiteren Stoss alter Kollegen. Dort übte ich Zurückhaltung, was mir auch einigermaßen gelang (im Gegensatz zum letzten Mal...). Mein Glück war wahrscheinlich, dass Griechenland gegen Japan verloren hat und Apostulus ein bißchen geizig mit Ouzo war.

So lag ich relativ früh im Bett, fand aber trotzdem keinen Schlaf, weil die Dame, die über mir wohnt, heftigste Korpulationsjauchzer von sich gab. Da es warm war und meine sowie ihre Fenster dementsprechend geöffnet, war der Lautstärkepegel enorm und stellte alles bisher Dagewesene in den Schatten. Außerdem konnte ich definitiv hören, dass die Aktion nicht im Bett statt fand. Trotz kurzer Wege in der 32qm 1Raumwohnung musste wohl der Couchtisch herhalten. Vielleicht waren sie aber auch auf dem Balkon. Dies würde die enorme Lautstärke erklären. Außerdem war der ja frisch gesaugt.
Als sie dann fertig fahren wurds auch nicht leiser. Von ruhigem postkoitalen Kuscheln hielten die wohl auch nich viel...

Eigentlich ein ganz normales Wochenende.

Donnerstag, Juni 16, 2005

Besuch

Die Mieterin über mir erwartet wahrscheinlich wieder vielversprechenden Herrenbesuch. Das erkennt man immer daran, dass sie den Balkon staubsaugt.

Sonntag, Juni 12, 2005

Feste fallen

Das Hurricane war der Grund, dass ich die Einladung zur Hochzeit von einer Freundin von der Freundin freundlich abgelehnt hab, und die Freundin allein dahin musste. Nun war ich ja nicht beim Hurricane, aber war auch trotzdem nicht bei der Hochzeit.
Darum konnte ich ja netterweise die Freundin von den Hochzeitsfeierlichkeiten abholen. Stand also letzte Nacht irgendwo hinter Lütjensee auf dem Parkplatz eines Landgasthofes und mir schallte Wolle Petri entgegen. Die Freundin meinte, es wäre eigentlich ganz nett gewesen, aber ich glaube: Ich hab da nix verpasst. Aber so gar nix. Ich brauch sowas ja nich...

Donnerstag, Juni 09, 2005

Alte Jeans

Eigentlich würde ich ja jetzt so langsam meine Sachen packen, um aufs Hurricane zu fahren. Hab aber keine Karte mehr bekommen. Die letzten Jahre konnte man ja immer noch vor Ort Karten kaufen, daher hab ich mir da keinen Streß gemacht.
Is jetzt auch nich so schlimm, der Dispo is eh schon maulig.
Und außerdem fahren da dieses Jahr auffällig viele komische Leute hin. So Leute, die ich (mehr oder weniger gut) kenne, und die man sich beim besten Willen nicht auf nem Festival vorstellen kann. So Leute, bei denen man sich unweigerlich die Frage stellt, überleben die das überhaupt? Haben die überhaupt ´ne alte Jeans im Schrank, oder mussten die sich extra ´ne alte Jeans kaufen?
Wenn man solche Leute als Zeltnachbarn hat, mit wem spielt man das "Tausche Filterkaffee gegen Selbstangebauten"-Spiel?
Nee, nee, ich verpass da gar nix. Nix, verpass ich da. Aber auch wirklich nich das Geringste. Kein Stück nich. Damals, 98, da war das ja noch richtig gut... Aber heute? Nee, nee, viel zu kommerziell... Ich brauch sowas ja nich...

Dienstag, Juni 07, 2005

Rent a German

Die Polen kommen nach Deutschland zum Spargelstechen, und die Deutschen gehen nach England um sich beleidigen zu lassen. Es lebe die Globalisierung!

Mittwoch, Juni 01, 2005

Demonstrationen, Demokratie und was Kotze damit zu tun hat...

Ich tat heute das, was ein Student dieser Tage besonders gerne tut. Gegen Studiengebühren zu demonstrieren. Oder ich habs versucht. Die Aktion "DEMOkratische Gegenuni" sah vor, Vorlesungen, Seminare oder Kurse einfach in die Mönckebergstraße zu verlegen.

Von Seite der Mediziner war eine Vorlesung durch den Leiter des Hamburger Institutes für Rechtsmedizin geplant. Vorgesehen war das Thema "Organspende"; warum nicht das Nützliche mit dem Nützlichen verbinden?

Nun gab es im Vorfeld schon Bedenken, ob der gewählte Professor geeignet ist, denn er ist mehr als umstritten, hauptsächlich wegen der von ihm befürworteten Brechmitteleinsätze gegen Drogendealer (bei denen letztes Jahr ein Dealer verstarb).
Aber trotz der Bedenken muss ich zugeben, ich habe das unterschätzt.
So verkam das, was vormals als Aktion gegen Studiengebühren geplant war, zur Demonstration gegen den Professor und gegen Brechmitteleinsätze.

Ich halte die Brechmitteleinsätze ganz sicher auch nicht für das Mittel der Wahl, und so war ich auch nicht wirklich unglücklich darüber, dass die Gegner via Lautsprecher die Gelegenheit bekamen, ihre Meinung zu äußern.
Die Stellungnahme des Professors wurde hingegen niedergepfiffen, ausgebuht und von entsprechendem Vokabular ("Nazi!" "Mörder!" "Rassist!") begleitet. Auch als friedliebender Med-Student musste man sich das gefallen lassen, wenn man sich dafür aussprach den Professor auch seinen Kommentar abgeben zu lassen.

Für die Passanten, die eigentlich für das Thema "Studiengebühren" sensibilisiert werden sollten, aber stattdessen Rangeleien und Verbalschlachten zwischen zwei Studentengruppierungen mit ansehen mussten, bot sich ein verwirrendes, beschämendes Bild. Man könnte Kotzen (aber Vorsicht, es könnte das letzte mal sein...).

Etwas später, friedlicher und zumindestens von Seiten der Medien etwas mehr mit Aufmerksamkeit bedacht, war die Aktion "Erschlagen von Studiengebühren". Und plötzlich lagen (zumindest einige) Medizinstudenten und Brechmittelgegner in Eintracht auf dem Rathausmarkt...

Mehr Bilder gibts hier.