Hatte ja nach Pfingsten eine Woche Ferien. Das Pfingstwochenende verbrachte ich zumeist auf dem Bergedorfer Hafenfest. Hierzu könnte man auch einiges kommentieren, aber ich lass es mal. Es war nicht etwa schlecht, aber es waren doch einige organisatorische Schwächen da, die dem ganzen Spektakel einem komischen Beigeschmack verliehen.
Die folgende Tage habe ich an irgendwelchen Tümpeln oder im Kino verbracht, aber so ganz weiß ich auch nicht mehr wo die Tage geblieben sind.
Dieses Wochenende hingegen machte ich etwas vergleichsweise Sinnvolles, nämlich Deike in Hannover und mit ihr und ihrem Anhang das Radio N-Joy Open Air auf der Expo-Plaza zu besuchen. Hab mich gut amüsiert. Über ersten beiden Bands ("Etwas" und "Baby Bash") braucht man nicht weiter zu sprechen und "Fettes Brot" bot fast auf die Silbe genau das gleiche Programm wie bei "Rock am Deich", aber diesmal wenigstens bei Sonnenschein.
Von den "Söhnen Mannheims" hab ich bisher noch nie ein Lied länger als 10 Sekunden gehört und auch in Hannover haben sie mich nicht vom Hocker gerissen. Zwei, drei Sachen waren ganz nett, aber is nich so mein Ding.
"Wir sind Helden" habens dann aber rausgerissen. Haben mir echt gut gefallen. Erstaunlicherweise haben die Leute um 19.00 Uhr in Nürnberg gespielt und standen um 22.30 Uhr in Hannover auf der Bühne. Und obwohl die fix und alle waren und der eine oder andere Akkord nich stimmte oder eine Textzeile verrutsche, oder gerade deswegen, war es ein sympathisches Konzert. Und sie schienen Spass dabei zu haben. Die sind ja noch frisch, die kann man ja noch verheizen.
Soeben bin ich also wieder in HH eingetrofen. Und ich wurde bereits erwartet. Von einem Brief der "Behörde für Inneres". Ich hatte fast ein bißchen damit gerechnet.
Neben der Post, die mir aber auch nicht einen Briefkasten in der Nähe übrig gelassen hat und dem HVV, der mich die Busse nicht kriegen lässt, weil diese 7 Minuten zu früh(!!) fahren, habe ich also einen neuen Feind. Als ob ich Rentner wäre, der nix besseres zu tun hätte.
Ich erwähnte vor Kurzem einen Strafzettel wegen Parkens auf dem Gehweg bekommen zu haben. Das fiel in die Zeit, als ich mich (ich erwähnte es auch), nicht sonderlich wohl fühlte. Darum waren auch meine Ambitionen dagegen Widerspruch einzulegen relativ gering und ich hatte schon vor der Einfachheit halber, die 15 Euro zu zahlen.
Als ich aber das Überweisungsformular in die Hand nahm, um es fürs Homebanking abzutippen, scheiterte ich an einer unendlich langen Reihe von Zahlen und Buchstaben in der Betreffzeile, die ich mich nicht im Stande sah, abzutippen.
Also doch schnell auf dem dafür vorgesehen Zettel einen Widerspruch formuliert. Erstens fühlte und fühle ich mich im Recht und zweitens war das in dem Moment einfacher.
Heute kam die Antwort. Man habe die Sachlage geprüft, Widerspruch wird abgelehnt, Überweisungsträger liegt anbei. Und plötzlich kostet der Spass 33,10 Euro.
Ich nenne sowas Staatsterror. Tja, wer Terror will, der kann ihn haben. Ich bin schon jetzt gespannt, wo der Gerichtsvollzieher den Kuckuck draufklebt.

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