tuten-und-blasen.de

Ohne Blasen kein Tuten.

Montag, November 26, 2001

So, bin wieder da aus Portugal. Der Urlaub war zwar nett, aber alles in allem ziemlich durchwachsen. Um alle Einzelheiten hier aufzuführen bin ich zu müde, ich erzähl nur eben das Wichtigste in groben Zügen.
Am 13.11. sind wir also in Lissabon angekommen, haben uns die ersten 2 Tage die Stadt
angeguckt, alles gut und schön. Aber da fing Simone schon an zickig zu werden, weil es ihr zu kalt war, und dann so früh aufstehen....
Also ehrlich, wir haben den Urlaub extra so offen gebucht, damit man sich genug angucken
kann und so weiter. Und wenn man eine 4 Stunden Bustour vor sich hat, da braucht man
sich nicht um zwölf aus´m Bett schälen und sich ne Stunde schminken, etc.
Da hat man nämlich nichts davon. Und das war uns eigentlich schon vorher klar.
Egal. Simone entpuppte sich als Morgenmuffel, der vor der ersten warmen Mahlzeit
mit Vorsicht zu genießen war.
Danach waren wir in Coimbra und Porto, da wars noch kälter und Simones Stimmung war gleichbleibend kühl.
Komischerweise hatte das auf meine Stimmung keinen Einfluss. Ich war merkwürdiger Weise gut gelaunt und hatte meinen Spass.
Dann gings wieder nach Lissabon für einen Stop und dann nach Lagos, an die sonnige
Algarve.
Und Simone wurde glücklich, weil hier war es warm, hier konnte Simone ausschlafen und
hier gabs Geschlechtsverkehr mit Chris aus Neuseeland, den sie sich am Strand aufgerissen
hat.
Die nächsten Tage (und Nächte) verbrachten wir weitestgehend getrennt, schad aber nix,
weil wir waren beide glücklich. Simone lag den ganzen Tag am Strand und hab mir
die Gegend angeguckt. Letzten Donnerstag wollten wir dann eigentlich nach Lissabon
zurück, aber Simone entschied sich bei der Wahl zischen Kultur und Koitus für Letzteres.
Und so fuhr ich allein nach Lissabon. Und wieder waren alle glücklich.

Am Donnerstag und Freitag hab ich mir die Gegend angeguckt und Freitag abend hab ich
mir was gesucht, um in meinen Geburtstag reinzufeiern.
Bin dann also Freitag abend durchs Bairro Alto in Lissabon durch die Kneipen gezogen,
hab hier und da ein Bierchen getrunken und stand um 12 Uhr in einer kleinen Gasse unter
einer Wäscheleine mit frisch gewaschenen, weißen Schlüpfern....
Die nächste Kneipe, noch was Kleines gegessen, einem lustigen kleinen Neger ein paar
Münzen in die Hand gedrückt, und ich war zufrieden.
Bereits um viertel vor eins machte ich mich dann langsam aber sicher auf in Richtung
Pension.

Da kam ich allerdings zunächst nicht an, weil ich von drei Männern erstens verprügelt und
zweitens beraubt wurde.
Und so saß ich zirka eine halbe Stunde später mit geprellter Schulter und großer Beuler aber
dafür ohne Geld, Ausweis, Kredit- und EC-Karte auf dem Revier und so war mein
erster Geburtstagsgratulant ein Polizist namens José Manuel Martin Mendes.
Wer kann das schon von sich behaupten?
Mein eigentlicher Geburtstag verlief dann in Ermangelung auch nur eines Pfennigs Geld
ziemlich sparsam ab.
Ich hielt Gonzalez (so hat Simone unseren Portier getauft) am nächsten Morgen also den
Polizeibericht unter die Nase. Er nickte betroffen und dann schimpften wir beide über Sozialisten, Neger und Demokratie (wenn man sämtliche Habseligkeiten und die Würde verloren hat, kann man die Ideologie auch gleich noch hinterherschmeißen...) und Gonzalez erklärte mir die Vorzüge einer Militärdiktatur.
Ich pflichtete ihm bei und so durfte ich vorerst ohne Vorauszahlung mein Quartier behalten.
Ich hungerte dann bis ich mich mit Simone getroffen habe, die mich dann bis heute durchgefüttert hat.
Das wars im Groben. Keinen Mitleid bitte.
Geh jetzt zu Bett.

Montag, November 12, 2001

Samstag habe ich eine Lektion in Sachen Meteor-Kodex erhalten. Nämlich das der im Tange nicht gilt. Ich begab mich in hübscher weiblicher Begleitung und in Ermangelung anderer Unternehmungsmöglichkeiten im Großraum Leer dorthin. Kaum dort angekommen, wurde meine weibliche Begleitung aufs derbste angebaggert und befummelt. Nicht von mir allerdings. Wie ich bei Temmo gelernt hatte, guckte ich also böse. Ohne Erfolg. Also versuchte ich es verbal. Aber Alkohol, Drogen sowie Schafe und Kühe als Spielgefährten während der Pubertät sind schlechte Vorraussetzungen für die gewünschte Resonanz. Die tatsächliche Resonanz war eine Beinahe-Prügelei und die Belehrung eines Dritten, daß potentielle Prügelpartner gerne mal mit seinem Motorradclub Hausbesuche macht....
Nur meine stoische Ruhe rettete mir die Haut und meiner Krankenkasse eine Menge Kohle.

So, jetzt muss ich aber noch eben meine Sachen packen, weil es morgen in den wohlverdienten Urlaub!! geht. Dementsprechend wird hier auch eine Weile Ruhe einkehren. Aber wer möchte kann sich ja bei Uke unterhalten lassen und sich über meine Körperbehaarung und andere lustige Geschichten informieren.

Freitag, November 09, 2001

So, noch eben schnell ein paar Sachen packen, weil ich morgen nach Ostfriesland fahr. Mutti muss noch meine Urlaubswäsche waschen.
Und gleich gehts noch mit Stefan, Birgit und Lenka einen Saufen. Wird wohl nicht ganz so eine Orgie wie am letzten Wochenende, aber es verspricht lustig zu werden....

Dienstag, November 06, 2001

War heute wieder mal beim Friseur. Viele Leute sagen ja immer, daß man beim Friseur immer gut seine Sorgen und Nöte loswerden kann und daß sie immer gute Zuhörer sind und man sowieso gut mit denen reden kann. Ich nicht.
Ich sitz da immer schweigend, und hoffe, daß es schnell vorbeigeht. Worüber soll man sich auch mit ´nem schwulen Typen unterhalten!? Frauen? Fußball? Formel 1? Blödsinn...
Auf jeden Fall sah das Mädel neben mir nach der Behandlung aus, wie ich vorher (und sie freute sich auch noch...) und ich sah aus, wie der Liebhaber von meinem Friseur.

Sonntag, November 04, 2001

Gestern war ich mit Stefan, Birgit und Martin auf´m Kiez. Hölle, lange nicht mehr so viel Spass gehabt. Erstmal waren wir Portugiesisch essen. Das werde ich demnächst zwar zur Genüge tun, aber so gehe ich jetzt nicht ganz unbeleckt an die portugiesischen Kulinaritäten ran.
Das Restaurant sah von innen genauso aus, wie mein Portugal-Reiseführer die Restaurants beschrieben hat, von denen man die Finger lassen soll. So mit Fischernetzen und Plastikseesternen an der Wand, Fotos von Benfica Lissabon und Portugalflaggen hingen daneben. Das Essen war aber lecker, wenn auch nicht preiswert. Genauso wie das Bier.
Danach gings in einen Irish Pub, mit guter Life-Mucke und dann, man musste ja schließlich wieder mal was Essen, zum Burgerking (den, mit Blick auf die Nutten an der Davidswache...)
Noch´n Bierchen im Golden Pudel Klub und dann als Höhepunkt des Abends, die Haifischbar. Legendäre Kneipe direkt am Hafen, vollgestopft mit ausgestopften Möwen, Fischen, Seehunden und Modellschiffen, gabs zunächst zünftige Seemanslieder von Hans Albers aus der Dose, bis schließlich ein Blinder mit ´nem Schifferklavier (begleitet vom alten Kellner auf der Mundharmonika) "La Paloma", "My Bonie is over the ocean" und haste nicht gesehen trällerte... Ich war zu Tränen gerührt. Und dann haben wir uns gemütlich zurückgelehnt und herzhaft über alles was in dem Laden rumlief abgelästert. Komische Männer in Frauenkleidern, eklige Touris (unangenehmerweise Ostfriesen) und willige Frauen. Wir philosophierten über die Aussagekraft von Schuhwerk wie Fick-mich-Stiefel, Nimm-mich-von-Hinten-Galosche oder die Ich-habs-lang-nicht-mehr-gehabt-Sandalette (mit Uke bereits mal diskutiert, jetzt noch weiter ausgeführt.......)
Zum Schluss noch´n Heringsbrötchen auf´m Fischmarkt und dat wars. Um 7.15 Uhr war ich im Bett, und um 12.00 Uhr heute mittag machte ich mich auf den Weg zur Arbeit.
Trotz des Leber- und Magenverachtenden Gelages gings mir heute prima. Den anderen erging es wohl nicht ganz so gut, wie mir zu Ohren gekommen ist. Schad nix, hatten ja auch alle frei.

Gestern hat meine Therapeutin angerufen. Also diese Studentin, die mich therapieren soll.
Ich hab das Gefühl, das wird nix......

Freitag, November 02, 2001

Heute sind die Tickets angekommen. Ging ja fix, kann man nichts sagen.
Gestern war ich mit unserer FSJlerin Badminton spielen (kurze Haare, aber schwarz) und
anschließend wieder auf so einem lustigen Stationsbeisammensein. Neben Sex und Gewalt, war unterem Dancing Debbie und Zickenterror Thema des Abends......