23.30 Uhr, Barcelona. Nette Kneipe gefunden, wo Internet umsonst ist. Sowieso scheint das eine ganz abgefahrene Stadt zu sein. Haben aber noch nicht so viel geguckt, weil wir erst heute nachmittag angekommen sind.
In Granada waren wir noch bis Montag. In der Stadt bin ich immer wieder einem kleinen, rothaarigen, rauschebaertigen Typen mit Schottenrock begegnet, der eine Bratpfanne vor sich hertrug. Weiss nicht so recht was das bedeuten sollte, aber wenn das eine Aufforderung darstellen sollte ihm da ein paar Peseten reinzuschmeissen, dann habe ich sie nicht verstanden...
Ich war am Sonntag abend in Granada noch unterwegs und habe festgestellt, dass ich dort die bisher besten Falafel ueberhaupt gegessen habe. Und Teetrinken war ich in einer absolut arabischen Teestube. Neben mir sass ein Maedel aus Israel. Und es ist nichts explodiert.
Nach Granada waren wir in Valencia. Und dort habe ich (da staunst Du , Uke!) den heiligen Gral gefunden! Ne, ehrlich, den richtigen heiligen Gral. Und ihn zu finden war gar nicht so schwer. Der Weg dahin steht im Lonely Planet... Also die Spanier behaupten ja steif und fest, dass der wahre heilige Gral in der Kathedrale von Valencia steht. Der Papst glaubt das auch und hat das Ding auch schon gekuesst. Ich habe mir das Ding natuerlich angeguckt. Zuerst steht man im Dunkeln, aber wenn man 100 Pesetas in so eine Maschine schmeisst, geht das Licht an, damit man auch genug Licht hat, um zu fotografieren kann. Der obere Teil des Grals ist aus Holz und wohl der ürspruenglich alte Teil. Das ganze Goldgehaenge unten dran ist erst nachträglich angebracht worden (spätestens nach Indiana Jones hätte ich das auch gesagt...). Egal, so mies wie das Ding dort vermarktet worden ist, hoffe ich fast ein bißchen, dass Mad John der Ware Hueter des heiligen Grals ist.... Ich glaub ja auch nicht dran, aber der Papst is ja nicht totzukriegen, was ja immer ein Indiz fuer die Echtheit wäre...
Egal, nun sind wir in Barcelona. Anfaenglich hatten wir ein paar Schwierigkeiten eine Unterkunft zu finden. Das Erstbeste, was der Lonely Planet vorschlug: "Youth Hostel Kabul"... Neeneenee, das wollten wir dann doch nicht... Jetzt sind wir in einer anderen Herberge mit einem grantigen Japaner als Portier untergekommen. Pearl Habour is ja schon laenger her...
